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Knigge Alltagsfragen: Die Weihnachtskarte.

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Knigge Alltagsfragen: Die Weihnachtskarte.

Leser der Nürnberger Nachrichten stellen Alltagsfragen rund um das menschliche Miteinander.

Helga K. aus Nürnberg möchte gerne wissen: "Wie schreibe ich eine gute Weihnachtskarte?"

Es antwortet heute Knigge-Expertin Stefanie Frieser:

Am wichtigsten ist beim Kartenschreiben, allgemeine Floskeln zu vermeiden. Eine Massenpostkarte mit „besinnliche Weihnachten“ und einer Unterschrift — auf so etwas kann man verzichten. Man sollte sich schon zwei Minuten Zeit nehmen und darüber nachdenken, was das für ein Mensch ist, dem ich die Karte schicke. Was weiß ichüber ihn oder sie? Was für ein Jahr hat die Person verbracht? So kann man ein paar persönliche Worte schreiben, und wenn es nur ein Satz ist. Dann spürt der Empfänger, dass das keineStandardkarte ist, die so und so viele andere auch bekommen haben, sondern, dass man wirklich an ihn gedacht hat.

Es gibt natürlich auch Menschen wie Tante Erna, die man vielleicht nur einmal im Jahr sieht und zu der man keinen richtigen Bezug hat. Aber auch über Tante Erna weiß ich irgendetwas, das über den Standardspruch hinausgeht. Sich ein paar Gedanken zumachen, kostet natürlich ein bisschen Zeit. Aber der Sinn von Weihnachten ist ja gerade auch, innezuhalten. Sich zu besinnen. Zum Beispiel darauf, was dem anderen wichtig sein könnte.

Zur äußeren Form lässt sich sagen: natürlich ist ein Füller toll und Büttenpapier edel. Aber auch eine mit Kugelschreiber verfasste Karte ist schön, wenn man merkt, dass sie ehrlich gemeint ist. Man spürt, wenn etwas von Herzen kommt! Und gute Gedanken können viel wertvoller sein als jedes Geschenk.

Online-Karten zu verschicken, finde ich persönlich zwar nicht ganz so schön, aber auch da gibt es Möglichkeiten, die Karte persönlich zu gestalten. Und auch hier kommt es auf den Inhalt an. Schlimm finde ich nur diese Massenkarten, die gleichzeitig an 300 Leute gehen. Da wird zu sehr das Gießkannen- Prinzip angewendet, nach dem Motto: „Auf diese Weise erwische ich alle“.

Wenn man nicht die Zeit für eine persönliche Karte hat, sollte man es lieber ganz lassen.

Zeitlich ist es empfehlenswert, die Karte in den ersten zwei Dezemberwochen zu verschicken. Denn ich sollte mit einkalkulieren, dass um die Weihnachtszeit viele im Urlaub sind und die Karte sonst nicht mehr rechtzeitig ankommt.

Quelle: Nürnberger Nachrichten vom 20.11.2014

» Stefanie Frieser

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