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Knigge Alltagsfrage: Fernseher ausschalten wenn Besuch kommt?

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Knigge Alltagsfrage: Fernseher ausschalten wenn Besuch kommt?

Leser der Nürnberger Nachrichten stellen Alltagsfragen rund um das menschliche Miteinander.

Heute: "Wenn ich Besuch bekomme, muss ich den Fernseher dann ausschalten? Und was ist, wenn mein Partner oder meine Kinder fernsehen?"

Es antwortet Knigge-Expertin Stefanie Frieser:

Bei der Frage kommt es zunächst ein bisschen darauf an, wie die Situation ist: Steht der Gast unangemeldet vor der Türe? Wenn es einem gerade überhaupt nicht passt, wäre es auch legitim, die Türe zuzulassen. Als unangemeldeter Gast muss man damitrechnen, sonst muss man zumindest vorher anrufen. Lasse ich den Gast aber herein, dann geht es darum, ihm auch meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Und das heißt: Ich macheden Fernseher aus. Denn Multitasking ist ein Märchen. Wenn der Fernseher gleichzeitig läuft, kann man sich nicht voll und ganz dem Besuch widmen. Da muss man sich also schon entscheiden: Möchte ich fernsehen oder dem Freund zuhören? Ist Letzteres der Fall, muss ich die Kiste ausmachen.

Wenn ich nicht alleine in der Wohnung bin und mein Partner oder dieKinder gerade fernsehen, dann bitte ich den Gast am besten in ein anderes Zimmer, wenn ich räumlich die Möglichkeit dazu habe. Habe ich nicht die Möglichkeit auszuweichen oder möchte ich im Wohnzimmer bleiben, dann müssen die anderen den Fernseher ausschalten.

Genauso verhält es sich auch, wenn der Besuch angekündigt ist, und man vielleicht zum Essen eingeladen hat. Dann muss der Fernseher selbstverständlich ausgeschaltet werden.

Eine ganz andere Sache ist es, wenn der Fernseher Teil des Programms ist. Also wenn man beispielsweise zumGrillen und Fußballschauen eingeladen hat. Oder einen Mädelsabend mit Aperol Spritz und der Lieblingsserie veranstaltet. Dann ist das gemeinsame Fernsehen ein Teil der Einladung und natürlich völlig in Ordnung.

Apropos Mediennutzung: Im Auto darf durchaus das Radio laufen, wenn man einen Freund oder Bekannten als Fahrgast mitnimmt. Durch den Verkehrsfunk ist es ja auch eine Informationsquelle.

Ist man sich nicht sicher, ob es den anderen stört, bewährt es sich immer, im Zweifel einfach zu fragen: „Du, sag mal, stört es dich, wenn ich das Radio anlasse?“ Kommunikation ist meistens ein guter Schlüssel.

Quelle: Nürnberger Nachrichten

» Stefanie Frieser

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